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Wandfarbe wählen: Tipps und Wissenswertes für die richtige Farbauswahl

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Zuletzt aktualisiert am 15. April 2025 um 13:16 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Das richtige Wählen der Wandfarbe gehört zu den entscheidenden Gestaltungselementen in der Innen- und Außenraumgestaltung. Wandfarben beeinflussen nicht nur die Optik, sondern wirken sich auch auf die Stimmung, das Raumklima und die Wohnqualität aus. Viele Menschen stehen vor der Herausforderung, aus der großen Vielfalt an Farbtypen, Glanzgraden und Materialeigenschaften die passende Farbe für ihre individuellen Bedürfnisse auszuwählen. Neben den klassischen Farbtypen kommen zunehmend innovative Wandfarben mit speziellen Funktionen auf den Markt, die nachhaltige und gesundheitliche Aspekte berücksichtigen. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie, welche Wandfarben für welchen Einsatzzweck geeignet sind, welche Anforderungen eine hochwertige Wandfarbe erfüllen sollte, welche aktuellen Trends bestehen und wie Sie mit der passenden Farbwahl ein harmonisches Raumambiente schaffen. Zusätzlich erhalten Sie fundierte Informationen zu den wichtigsten Herstellern, Normen und hilfreiches Zubehör für ein perfektes Streichergebnis.

Grundlagen: Was ist Wandfarbe und wie funktioniert sie?

Wandfarbe ist ein farbgebendes Beschichtungsmaterial, das in flüssiger Form auf Oberflächen wie Wände, Decken und Fassaden aufgetragen wird, um ihnen eine neue Farbe oder Schutzschicht zu verleihen. Die Farbmittel setzen sich aus Pigmenten, Bindemitteln sowie weiteren funktionalen Zusätzen zusammen. Nach dem Auftragen bildet die Farbe eine feste Schicht, die entweder rein mechanisch am Untergrund haftet oder mit ihm chemisch reagiert und eine dauerhafte Verbindung eingeht.

Je nach Farbtyp entsteht durch die Farbauftragung eine sichtbare Farbschicht auf der Wand oder die Farbe verkieselt direkt mit dem Untergrund, wie es etwa bei Silikatfarben der Fall ist. Die Farbwirkung kann dabei rein ästhetisch sein, aber auch funktionale Eigenschaften besitzen: So gibt es Farben, die zum Beispiel besonders langlebig, schmutzabweisend, abwaschbar oder sogar desinfizierend sind. Darüber hinaus beeinflussen Farben maßgeblich die Raumwirkung, denn sie wirken auf die Wahrnehmung von Raumgrößen, Licht und Klima.

Vielseitige Einsatzbereiche von Wandfarbe im häuslichen Umfeld

Wandfarbe wird in praktisch allen Wohn- und Nutzräumen eingesetzt, angefangen vom Wohnzimmer über Bad und Küche bis hin zu Kellern oder Außenfassaden. Innenraumfarben dienen vor allem der optischen Aufwertung und schaffen ein angenehmes Ambiente. Im Außenbereich müssen Wandfarben zusätzlich wetterbeständig, UV-resistent und schmutzabweisend sein, um Schutz vor Witterungseinflüssen zu gewährleisten.

Darüber hinaus gibt es Spezialfarben, die gezielt Feuchtigkeitsprobleme entgegenwirken oder antibakteriell wirken, was in Feuchträumen wie Bädern oder im Küchenbereich Vorteile bietet. Auch im gewerblichen und öffentlichen Bereich kommen häufig besonders robuste und abwaschbare Farben zum Einsatz, die dauerhaft stark beansprucht werden.

Psychologische Wirkung von Wandfarben und Einfluss auf Raumgefühl

Die Wirkung von Farben auf die menschliche Psyche ist wissenschaftlich gut belegt. Unsere Augen unterscheiden verschiedene Farbtöne, die wiederum unterschiedliche emotionale und physiologische Reaktionen hervorrufen.

Blau gilt als beruhigend und wird oft für Schlafzimmer empfohlen, da es eine entspannende Atmosphäre schafft. Rot dagegen hat eine anregende Wirkung und kann Räume energetischer wirken lassen, wobei es als Warmton Gemütlichkeit schafft, aber auch Unruhe begünstigen kann. Neutrale Farben und Pastelltöne wirken elegant und lassen Räume großzügiger erscheinen. Dunkle Farbtöne erzeugen dagegen ein behagliches, manchmal sogar intimes Raumgefühl, allerdings kann zu viel Dunkelheit Räume optisch verkleinern.

Auch die Farbverteilung und Mustergestaltung beeinflussen den Eindruck. Querstreifen an Wänden lassen Räume niedriger erscheinen, während vertikale Streifen den Raum optisch in die Höhe ziehen. Helle Decken lassen Räume weiter wirken, während dunkle Decken den Höheneindruck reduzieren können.

Wandfarbe auswählen: Die richtigen Farbtypen kennen und verstehen

Die Wandfarben unterscheiden sich nicht nur in ihren Farbnuancen und Glanzgraden, sondern vor allem durch ihre Materialzusammensetzung. Die wichtigsten Farbtypen stellen wir Ihnen hier vor, jeweils mit charakteristischen Eigenschaften und typischen Anwendungsszenarien.

Kalkfarben gehören zu den ältesten und natürlichsten Anstrichen. Sie bestehen aus gebranntem Kalk und Wasser, sind hoch diffusionsoffen, desinfizierend und bieten eine matte Oberfläche in Weiß oder zarten Pastelltönen. Kalkfarbe eignet sich besonders gut für Feuchträume und historische Gebäude, ist aber empfindlich gegenüber Abrieb und nicht wischfest. Kalkfarben wirken alkalisch und können beim Auftragen Haut und Augen reizen, daher ist Schutzkleidung ratsam.

Kaseinfarben sind modifizierte Kalkfarben mit einem Quarkzusatz, der die Haftung verbessert. Sie werden vor allem im Denkmalschutz eingesetzt, sind diffusionsoffen, aber ebenfalls wenig abriebfest. Ihr Einsatz in stark frequentierten Bereichen ist eingeschränkt.

Dispersionsfarben sind die am weitesten verbreiteten Wandfarben. Es gibt drei Hauptvarianten: Kunstharzdispersionsfarben, Silikatdispersionsfarben und Naturdispersionsfarben.

Kunstharzdispersionsfarben basieren auf synthetischen Bindemitteln aus Erdöl. Sie sind vielseitig einsetzbar, von matt bis glänzend erhältlich, meist abwaschbar und besitzen eine hohe Farbkraft. Allerdings sind sie oft nicht diffusionsoffen, können Schimmelbildung fördern und sind schwer zu entfernen.

Latexfarben, eine Variante der Kunstharzdispersionsfarben mit hohem Kunstharzanteil, sind besonders langlebig, scheuerbeständig und glänzend. Sie sind allerdings deutlich teurer und können die Wand „abdichten“.

Silikatfarben (Mineralfarben) zeichnen sich durch die Verkieselung mit mineralischen Untergründen aus. Sie bieten eine matte, natürliche Optik, sind sehr diffusionsoffen, schmutzabweisend und robust gegen Umwelteinflüsse. Allerdings haften sie nur auf mineralischen Untergründen wie Putz, Beton oder Kalksandstein, nicht aber auf Tapeten oder kunststoffhaltigen Farben.

Naturdispersionsfarben bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Leinöl, Bienenwachs, mineralischen Pigmenten und sind besonders umweltfreundlich und schadstoffarm. Sie sind ideal für Allergiker und nachhaltiges Wohnen, besitzen meist eine matte Oberfläche und geringere Abriebfestigkeit.

Lehmfarben bestehen aus gemahlenem Ton, pflanzlichen Fasern und mineralischen Pigmenten, sind antistatisch, geruchslos und verbessern das Raumklima durch ihre Feuchtigkeitsregulierung. Sie sind oft in erdigen Tönen erhältlich, benötigen eine gute Belüftung beim Trocknen und sind weniger abriebfest als Dispersionsfarben.

Wandfarben gezielt einsetzen: Welcher Farbtyp für welche Oberfläche?

Der Erfolg eines Anstrichs hängt maßgeblich vom Untergrund und den gewählten Farbeigenschaften ab. Es ist entscheidend, die passende Farbe zur jeweiligen Wandbeschaffenheit zu wählen.

Kalkfarben und Silikatfarben sind ideal für mineralische Untergründe wie Ziegel, Kalkputz oder Beton, wo sie zudem eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit gewährleisten. Auf Tapeten, Metall, Glas oder glatten Kunststoffen haften sie nicht.

Dispersionsfarben haften gut auf glatten Oberflächen wie Raufaser, Gipskartonplatten, Beton oder Altanstrichen. Sie sind vielseitig einsetzbar, bieten eine breite Farbpalette und verschiedene Glanzgrade. Bei Metall sollten sie nicht als Korrosionsschutz verwendet werden.

Naturfarben wie Lehmfarben eignen sich für rahmtönige und saugfähige Untergründe wie Kalkputz und Raufasertapeten, nicht aber für stark beschichtete oder glatte Flächen.

Vor jedem Anstrich gilt es, den Untergrund gründlich vorzubereiten: Er muss sauber, trocken, tragfähig und frei von Staub sein, um eine optimale Haftung sicherzustellen.

Qualitätskriterien: Wichtige Anforderungen an Wandfarbe

Eine hochwertige Wandfarbe sollte verschiedene Eigenschaften erfüllen, die je nach Einsatzgebiet und Kundenwunsch variieren:

Eine gute Haftung auf unterschiedlichen Untergründen, um ein Ablösen der Farbe zu vermeiden.

Eine ausreichende Deckkraft, damit der Anstrich in wenigen Schichten deckt und gleichmäßig wirkt.

Eine angemessene Trocknungszeit, damit sich das Projekt zügig abschließen lässt.

Ausreichende Abrieb- und Scheuerbeständigkeit, besonders in stark beanspruchten Bereichen.

Hohe Diffusionsoffenheit, um Feuchtigkeit entweichen zu lassen und Schimmelbildung vorzubeugen.

Beständigkeit gegen Verschmutzung und Wischfestigkeit für einfaches Reinigen.

Inhaltstoffliche Sicherheit mit möglichst geringen Schadstoffemissionen und geringer Geruchsbildung.

Eine angenehme, matte oder glänzende Optik, abgestimmt auf den Einrichtungsstil.

Vorteile und Nachteile der wichtigsten Wandfarbenarten im Überblick

Eine fundierte Entscheidung für die richtige Wandfarbe erfordert das Abwägen von Vor- und Nachteilen der verschiedenen Farbtypen.

Kalkfarben sind sehr umweltfreundlich, diffusionsoffen und desinfizierend, jedoch nur in Weiß und Pastelltönen erhältlich, empfindlich gegen Abrieb und erfordern Schutz beim Auftragen.

Kaseinfarben sind ebenfalls diffusionsoffen und bilden eine matte, spannungsarme Oberfläche, aber haften nicht auf allen Untergründen und sind in Feuchträumen nur begrenzt einsetzbar.

Kunstharzdispersionsfarben sind universell einsetzbar, abwaschbar und in zahlreichen Farbtönen und Glanzgraden erhältlich, jedoch weniger umweltfreundlich und können Schimmelbildung begünstigen.

Latexfarben punkten mit extremer Scheuerbeständigkeit und Langlebigkeit, sind aber teuer und können die Wand „abdichten“.

Dispersionssilikatfarben sind sehr diffusionsoffen und witterungsbeständig, jedoch mit eingeschränktem Haftungsvermögen und einer begrenzten Farbpalette.

Naturdispersionsfarben sind umweltverträglich, geruchsarm und mild für Allergiker, können jedoch weniger widerstandsfähig sein.

Lehmfarben verbessern das Raumklima und sind äußerst natürlich, benötigen jedoch längere Trocknungszeiten und geringeren Abriebsschutz.

Wichtige Normen und Kennzeichnungen für Wandfarben

Die Qualität und Leistung von Wandfarben werden durch verschiedene europäische Normen geregelt, die als Orientierung beim Kauf dienen:

Die DIN EN 13300 klassifiziert wasserhaltige Wandfarben im Innenbereich hinsichtlich Nassabrieb, Deckvermögen, Glanzgrad und Korngröße. Die Nassabriebklasse ist besonders wichtig für die Scheuerbeständigkeit, die in fünf Klassen eingeteilt wird – Klasse 1 steht für höchste Beständigkeit.

Der Glanzgrad wird in sechs Stufen unterschieden, von stumpfmatt bis glänzend, sodass Sie die Optik passend zur Raumsituation wählen können.

Die DIN EN 1062 legt Anforderungen für Beschichtungssysteme im Außenbereich fest, darunter Wasseraufnahme, Wasserdampfdurchlässigkeit, Rissüberbrückung und Schichtdicke.

Beim Kauf sollten Sie auf Herstellerangaben achten, die diese Normen erfüllen und entsprechende Gütezeichen tragen, um hochwertige Farben auszuwählen.

Innovationen und Trends im Bereich Wandfarbe

Die Entwicklungen bei Wandfarben bewegen sich zunehmend in Richtung Nachhaltigkeit, Funktionalität und digitale Technikunterstützung. Einige bemerkenswerte Trends:

Photokatalytische Farben, die Schadstoffe aus der Luft abbauen und so zur Luftreinigung beitragen.

Temperaturregulierende Farben, die im Sommer Sonnenwärme reflektieren, im Winter hingegen speichern und so Heizkosten sparen helfen.

Smart Colors, die auf Lichtbedingungen reagieren und sich farblich verändern können.

Produkte mit reduzierten Lösungsmitteln und emissionsarmen Rezepturen, um gesundheits- und umweltfreundliche Raumluft zu fördern.

Farben mit antibakteriellen und schimmelhemmenden Eigenschaften, die speziell für Feuchträume entwickelt wurden.

Bekannte Hersteller von Wandfarben im Überblick

Viele renommierte Unternehmen bieten Wandfarben in hoher Qualität und großer Vielfalt an. Hier ein Überblick über führende Hersteller:

Akzo Nobel ist der weltweit größte Produzent von Farben und Lacken mit Marken wie Dulux und Flexa. Bekannt für Innovation und breite Produktpalette.

Die DAW mit der Marke Caparol ist ein traditionsreicher deutscher Hersteller, spezialisiert auf hochwertige Innen- und Außenfarben, sowie ökologische Anstrichprodukte.

BASF Coatings bietet Technologieorientierte Lacke und Farben mit Fokus auf Industrieanwendungen und Funktionalität.

Brillux ist ein deutscher Konzern mit breitem Vertriebsnetz und eigener Produktion, besonders bekannt für hochwertige Profi-Anstriche.

Meffert Colors ist einer der größten mittelständischen Farbenhersteller, der mit Marken wie Düfa und Flamingo ein breites Heimwerker- und Profi-Sortiment besitzt.

Hempel, spezialisiert auf Beschichtungen und Korrosionsschutz, vertreibt auch Wandfarben unter dem Traditionslabel J.W. Ostendorf, mit Fokus auf Fachhandel.

Wandfarbe kaufen: Internet oder Fachhandel?

Der Einkauf von Wandfarbe ist heute flexibel möglich, sowohl im Fachhandel vor Ort als auch online. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile, die Sie abhängig von Ihren Bedürfnissen abwägen können.

Im Fachhandel profitieren Sie von persönlicher Beratung, Farbmusterstudien und der Möglichkeit, sich ausführlich zu verschiedenen Farbtypen und Untergründen zu informieren. Der Fachhändler bietet zudem meist nur eine selektierte Produktauswahl, garantiert aber geprüfte Qualität.

Online-Shops bieten eine riesige Vielfalt an Marken und Spezialfarben, häufig zu günstigeren Preisen und mit bequemer Lieferung. Die Beratung erfolgt hier oft telefonisch oder per Chat, eine Farbprobe muss aber gesondert bestellt werden. Hingegen können Sie jederzeit auch in aller Ruhe Produkttests und Bewertungen anderer Käufer lesen.

Für Laien empfiehlt sich zum Start der Fachhandel mit professioneller Beratung, insbesondere bei schwierigen Untergründen oder speziellen Anforderungen. Gut vorbereitete Heimwerker können über das Internet unter Nutzung ausführlicher Produktinformationen und Rezensionen ebenso fundierte Kaufentscheidungen treffen.

Tipps zur Vorbereitung und Anwendung von Wandfarbe

Für ein optimales Ergebnis beim Streichen sollten Sie einige wichtige Arbeitsschritte beachten:

Die Oberfläche der Wand muss sauber, trocken, tragfähig und frei von Staub, Fett oder losen Teilen sein.

Alte Farbschichten oder Tapetenreste gegebenenfalls entfernen und Unebenheiten sichtbar machen.

Bei saugfähigen oder porösen Untergründen empfiehlt sich eine Grundierung zur besseren Haftung.

Vor sensiblen Flächen wie Steckdosen oder Türrahmen Malerkrepp anbringen.

Das passende Werkzeug verwenden: Rollen für große Flächen, Pinsel für Ecken und Details, Bürsten bei Kalk- und Silikatfarben.

Sicherheitskleidung tragen, besonders bei ätzenden Farben wie Kalk- oder Silikatfarben.

Die Trocknungszeiten und Verarbeitungshinweise des Herstellers genau einhalten.

Bei mehrschichtigen Anstrichen die einzelnen Schichten ausreichend austrocknen lassen.

Nach Ende der Arbeiten Werkzeuge und Hände gründlich reinigen.

Alternativen zur klassischen Wandfarbe: Gestaltungsmöglichkeiten im Detail

Neben klassischen Wandfarben gibt es zahlreiche Alternativen zur individuellen Wandgestaltung, die besondere Akzente setzen können:

Tapeten bieten unzählige Muster, Strukturen und Designs und sind eine praktische Möglichkeit, Räume mit dekorativen Motiven auszustatten.

Kalkputze und Lehmputze erzeugen natürliche, rustikale Oberflächen mit besonderer Haptik und verbessern zugleich das Raumklima.

Strukturanstriche oder Spachteltechniken schaffen dreidimensionale Effekte und sorgen für ein hochwertiges Erscheinungsbild.

Flüssigtapeten verbinden die Vorteile von Farbrollern und Tapeten, sind leicht aufzutragen und abwaschbar.

3D-Wandpaneele und -Tapeten setzen architektonische Akzente und eignen sich gut für moderne Raumkonzepte.

Fazit: So finden Sie die perfekte Wandfarbe für Ihr Zuhause

Die Auswahl der passenden Wandfarbe ist ein Schlüsselfaktor für ein harmonisches und gesundes Wohnambiente. Grundlage ist ein Verständnis der unterschiedlichen Farbtypen, ihrer Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten. Neben optischen Aspekten müssen auch funktionale Anforderungen, Untergrundbeschaffenheit und persönliche Vorlieben berücksichtigt werden. Aktuelle Normen bieten verlässliche Orientierung bei der Bewertung von Qualität und Haltbarkeit.

Durch innovative Farbprodukte lassen sich heute mehr denn je individuelle Wohnideen realisieren – von klassischen Kalkfarben über robuste Dispersionsfarben bis zu umweltfreundlichen Naturfarben und funktionalen Hightech-Anstrichen.

Eine ausführliche Beratung, sorgfältige Planung und die richtige Vorbereitung sind entscheidend dafür, dass Ihre Farben langfristig überzeugen und das Wohlbefinden in Ihren Räumen steigern. Ob Sie sich für den schnellen Einkauf im Internet oder den persönlichen Service des Fachhandels entscheiden, hängt von Ihren Ansprüchen ab.

Mit dem Wissen aus diesem Ratgeber stehen Sie auf einem guten Fundament, um Ihre Lieblingsfarbe und -qualität für Wände und Fassaden sicher auszuwählen und Ihr Zuhause perfekt in Szene zu setzen.

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