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Drehstromzähler spielen eine zentrale Rolle in der Erfassung und Abrechnung von elektrischer Energie in dreiphasigen Systemen, die vor allem in Industrie, Gewerbe und bei leistungsstarken Haushaltsgeräten zum Einsatz kommen. Sie messen präzise den Verbrauch von Drehstrom, der im Vergleich zu Einphasenstrom eine höhere Effizienz bei der Übertragung großer Leistungen ermöglicht. In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie alles Wissenswerte über die Funktionsweise, Einsatzbereiche und Auswahlkriterien von Drehstromzählern. Außerdem beleuchten wir moderne Entwicklungen wie die Integration in Smart Meter Systeme sowie nützliches Zubehör und Alternativen zur herkömmlichen Messung. Dieser Beitrag richtet sich an Einsteiger ebenso wie an Fachanwender, die fundierte und praxisnahe Informationen benötigen.
Grundlagen: Was ist ein Drehstromzähler und wie funktioniert er?
Drehstrom, auch als Dreiphasenwechselstrom bekannt, besteht aus drei zeitlich versetzten Wechselspannungen, die zusammen ein symmetrisches elektrisches Netz bilden. Die Vorteile gegenüber Einphasenstrom liegen in der effizienteren Energieübertragung und in der besseren Eignung für große elektrische Verbraucher wie Motoren, Heizgeräte und Maschinen im industriellen Umfeld. Ein Drehstromzähler ist ein Messgerät, das exakt den Energieverbrauch in einem solchen dreiphasigen Netz erfasst und anzeigt.
Die Messung basiert in der Regel auf der Erfassung von Strom und Spannung in jeder Phase. Daraus berechnet der Zähler die elektrische Leistung beziehungsweise die eingespeiste oder entnommene Arbeit in Kilowattstunden (kWh). Die meisten modernen Drehstromzähler arbeiten digital und basieren auf elektronischer Messtechnik, wobei einige Typen noch nach induktiven Prinzipien funktionieren. Drehstromzähler müssen hierfür geeicht und zugelassen sein, um gesetzeskonforme und damit vor allem für die Abrechnung korrekte Werte zu liefern.
Technische Funktionsweise und Messprinzipien
Die Erfassung erfolgt durch Messwandler (Strom- und Spannungswandler), die die hohen Werte im Netz auf ein messbares Niveau reduzieren. In elektronischen Zählern werden die Messgrößen digital ausgewertet und können so auch komplexe Parameter wie Leistungsfaktor oder Blindleistung erfassen. Die Geräte zählen Impulse, die proportional zum verbrauchten Strom sind, oder messen direkt elektrische Größen mit digitalen Messverfahren.
Induktive Drehstromzähler erzeugen durch eine rotierende Scheibe direkt eine mechanische Bewegung, deren Geschwindigkeit proportional zur Leistung ist. Obwohl diese Bauart heute seltener ist, kommt sie in älteren Installationen oder günstigen Geräten noch zum Einsatz.
Anwendungsbereiche und Einsatzgebiete von Drehstromzählern
Drehstromzähler werden vor allem dort eingesetzt, wo dreiphasige Stromversorgung verwendet wird, also im Industriebereich, Gewerbe und bei größeren Haushaltsgeräten wie Herden, Wärmepumpen, Elektroautos oder Klimaanlagen. Dort sind Leistungen üblich, die mit Einphasenstrom nicht wirtschaftlich oder technisch nicht realisierbar wären.
Für die präzise Abrechnung des Stromverbrauchs sind diese Zähler unverzichtbar und werden von Energieversorgungsunternehmen oft vorgeschrieben, wenn der Anschluss größerer Leistungen erfolgt. Auch im Bereich der Einspeisung von selbst erzeugtem Strom aus Windkraft- oder Wasserkraftanlagen kommen Drehstromzähler zur Anwendung, um die eingespeiste Energiemenge korrekt zu erfassen.
Im Leasingmodell von Industrie- und Gewerbemaschinen gewinnt der Drehstromzähler ebenfalls an Bedeutung. Weil viele Maschinen eine individuell unterschiedliche Leistungsaufnahme haben, ermöglichen integrierte Zähler eine objektive Verbrauchsmessung, die als Grundlage für die Leasingraten dient.
Drehstromzähler in Privathaushalten
Obwohl die meisten Haushalte nur Einphasenstrom nutzen, benötigen Großgeräte wie Elektroherde, Durchlauferhitzer oder manche Wärmepumpen Drehstromanschlüsse. Hier übernimmt ein geeigneter Drehstromzähler die Energiemessung, die heute zunehmend digital erfolgt.
Durch die Energiewende und den Ausbau von Elektromobilität steigt der Bedarf an Dreiphasenanschluss auch im privaten Bereich, da z. B. Wallboxen für Elektroautos meist dreiphasigen Strom für schnelleres Laden verwenden.
Welche Arten von Drehstromzählern gibt es?
Die Vielfalt der Drehstromzähler basiert auf verschiedenen Messprinzipien, Bauformen und Einsatzanforderungen. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die gängigsten Arten:
Mechanische Drehstromzähler
Diese ältere Bauart erfasst den Verbrauch mittels einer magnetisch angetriebenen rotierenden Scheibe. Die Drehgeschwindigkeit ist proportional zur aufgenommene Leistung. Mechanische Zähler sind robust, aber weniger genau und bieten keine modernen Kommunikationsfunktionen.
Elektronische Drehstromzähler
Digitale und elektronische Zähler arbeiten mit Strom- und Spannungswandlern und verarbeiten die Daten in einem Mikrocontroller oder Digitalprozessor. Sie bieten genaue Messwerte, sind eichfähig und ermöglichen oft Zusatzfunktionen wie Impulsausgänge, Schnittstellen für Fernablesung und Mehrtarifmessungen.
Smart Meter und digitale Vernetzung
Neuere Generationen von Drehstromzählern, meist als Smart Meter bezeichnet, verbinden die Energieerfassung mit digitaler Kommunikation via WLAN, Bluetooth, Mobilfunk oder andere Netzwerke. Dadurch lassen sich Verbrauchsdaten in Echtzeit überwachen, Steuermöglichkeiten realisieren und Tarife dynamisch anpassen.
Diese Zähler entsprechen den neuesten gesetzlichen Vorgaben, z. B. der deutschen Messstellenbetriebsgesetzgebung (MsbG), und sind wesentlicher Bestandteil der digitalen Energiewende.
Worauf Sie beim Kauf eines Drehstromzählers achten sollten
Die Auswahl eines passenden Drehstromzählers richtet sich nach mehreren Kriterien, die auf Ihre individuellen Anforderungen und die technische Gegebenheit des Netzes abgestimmt sein müssen:
Leistungsbereich und Nennstrom
Der Zähler muss mindestens die Nennströme und Spannungen des Anschlusses vertragen. Für industrielle Anlagen mit hoher Leistungsaufnahme sind entsprechend dimensionierte Zähler nötig, während Haushaltsgeräte geringere Anforderungen stellen.
Eichung und Zulassung
Nur ein geeichter und zugelassener Drehstromzähler darf zur Abrechnung des Stromverbrauchs stichtagsgenau verwendet werden. Achten Sie deshalb stets auf die entsprechende Zertifizierung und Prüfsiegel.
Messgenauigkeit und Messstandard
Moderne Zähler erfüllen hohe Klassen der Genauigkeit (Klasse B oder besser), die für den Einsatz im gewerblichen und privaten Bereich relevant sind. Gegebenenfalls sollte der Zähler auch Blindleistung und andere komplexe Parameter messen können.
Funktionen und Schnittstellen
Je nach Anwendungsfall sind Schnittstellen für Fernablesung (z. B. M-Bus, Modbus, WLAN) oder für externe Geräte (Display, Schaltausgänge) wichtig. Wenn Sie eine Integration in Smart Home Systeme oder Energiemanagement planen, wählen Sie einen digitalen Smart Meter.
Zukunftssicherheit und Erweiterbarkeit
Bevorzugen Sie Geräte mit moderner Technologie und digitalen Kommunikationsfunktionen, damit Sie auch zukünftig von neuen Energiemanagement- oder Abrechnungsmodellen profitieren können. Die Möglichkeit der Firmware-Aktualisierung und Kompatibilität zu neuen Standards ist hier entscheidend.
Welche Alternativen gibt es zum klassischen Drehstromzähler?
Der Markt für Energie- und Leistungsmesstechnik entwickelt sich stetig. Neben dem klassischen Drehstromzähler existieren einige alternative Messmethoden und Geräte:
Einzelphasenzähler mit Summierung
In manchen Anwendungen kann der Verbrauch jeder einzelnen Phase separat gemessen und dann summiert werden. Dies ist jedoch meist aufwändiger und für große Anlagen nicht praktikabel.
Stromsensoren basierend auf Hall-Effekt oder Rogowski-Spulen
Diese Sensoren messen den Strom nicht direkt über Wandler, sondern berührungslos über das Magnetfeld. Sie bieten gute Flexibilität, reagieren schnell und können sowohl für Messungen als auch zur Überwachung eingesetzt werden.
Leistungsmessgeräte und Energiemonitoring-Systeme
Für Erweiterungen im Bereich Smart Home und Industrie 4.0 gibt es intelligente Energiemesssysteme, die auch Drehstrom erfassen können und mit Softwarelösungen vernetzt sind. Sie eignen sich besonders für detaillierte Analysen und Lastmanagement.
Bekannte Hersteller und Vertriebsquellen für Drehstromzähler
Der Markt für Drehstromzähler ist durch eine Vielzahl an etablierten und neuen Herstellern geprägt. Zu den bekannten Marken mit einer breiten Produktpalette zählen unter anderem ABB, Eltako, Kamstrup, NZR und Finder. Darüber hinaus bieten Spezialanbieter wie Smart Meter Hersteller (Discovergy, Smappee, Easymeter) zunehmend integrierte Lösungen mit digitaler Kommunikation an.
Viele Zähler sind im qualifizierten Fachhandel, bei Elektroinstallateuren oder in Baumärkten erhältlich. Für den professionellen Einsatz empfiehlt sich jedoch die Auswahl über erfahrene Fachbetriebe oder direkt über Energieversorger, die oft bestimmte Geräteserien favorisieren und die Eichung sicherstellen.
Auch der Erwerb von Wiederaufbereitungen oder gebrauchten Drehstromzählern sollte mit Vorsicht erfolgen, da Eichfristen und technische Zuverlässigkeit zu beachten sind.
Neuheiten und Trends im Bereich Drehstromzähler
Die Digitalisierung der Energiewende prägt die Entwicklung von Drehstromzählern maßgeblich. Die Integration von Smart Meter Technologie ermöglicht umfangreiches Monitoring, Steuerung von Lasten und eine höhere Transparenz im Verbrauch. Neue Modelle erlauben die Nutzung dynamischer Tarife, Echtzeit-Datenvisualisierung und einfache Integration in Energie-Management-Systeme.
Parallel dazu wird an verbesserten Messalgorithmen geforscht, die auch bei komplexen Lastwechseln und Maschinenzuständen eine genaue Erfassung ermöglichen. Die Einbindung von Blockchain-Technologie für dezentrale Energieabrechnungen und IoT-Komponenten gewinnt an Bedeutung.
Auch die Förderung von Energiespeicherung und dezentraler Erzeugung erfordert präzise und flexible Messsysteme, die über reine Drehstromzähler hinausgehen und zukünftig umfassende Energiemanagementplattformen bedienen.
Vorteile beim Kauf von Drehstromzählern im Internet
Das Internet bietet eine hervorragende Möglichkeit, sich einen umfassenden Überblick über verfügbare Produkte, Technologien und Anbieter zu verschaffen. Vergleichsplattformen zeigen Leistung, Preis und technische Details neben Kundenbewertungen, sodass informierte Kaufentscheidungen möglich sind.
Zudem profitieren Käufer von einer großen Auswahl, schneller Lieferung und oft günstigeren Preisen im Vergleich zum lokalen Handel. Herstellerseiten und Online-Fachportale bieten darüber hinaus fundierte Beratung und technische Informationen.
Allerdings sollten Verbraucher auf Zertifizierungen, Echtheit der Geräte und Kundenservice achten. Für komplexe oder industrielle Anwendungen empfiehlt sich weiterhin zumindest eine Beratung durch professionelle Dienstleister.
Nützliches Zubehör für Drehstromzähler und Smart Meter
Zum Einsatz von Drehstromzählern gehört häufig Zubehör, das die Installation, Ablesung und Steuerung erleichtert. Dazu zählen sichere Gehäuse zur Montage, Verschlusssysteme zur Manipulationssicherung und externe Displayeinheiten.
Für Smart Meter sind Kommunikationsmodule (WLAN, Mobilfunk) und Softwareplattformen für Verbrauchsanalysen und Fernsteuerung entscheidend. Datensicherheit spielt hier eine wichtige Rolle, um Missbrauch und unautorisierte Abschaltungen zu verhindern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Einbindung von Schnittstellen für weiterführende Systeme, wie Gebäudeautomatisierung oder Energiemanagementsysteme (EMS), die zusätzlich Verbrauchs- oder Produktionsdaten verarbeiten können.
Fazit: Drehstromzähler als unverzichtbares Messinstrument der Energieversorgung
Drehstromzähler sind im Industrie-, Gewerbe- und zunehmend auch im Haushaltsbereich unverzichtbar für eine präzise und zuverlässige Erfassung des Stromverbrauchs in dreiphasigen Netzen. Moderne elektronische und digitale Geräte ermöglichen eine hohe Messgenauigkeit, verbinden sich mit Vernetzungstechnologien der Energiewende und bieten vielfältige Zusatzfunktionen.
Bei der Auswahl eines Drehstromzählers sind Leistungsbereich, Eichung, Messgenauigkeit sowie smarte Funktionen entscheidend. Auch die Zukunftsfähigkeit im Hinblick auf steigende Anforderungen an digitale Kommunikation und Energiemanagement sollte bedacht werden.
Der Kauf über das Internet bietet große Transparenz und Produktvielfalt. Allerdings sollte die Auswahl durch Expertenwissen ergänzt und insbesondere für komplexe Anwendungen auf zertifizierte Geräte und fachgerechten Einbau geachtet werden.
Drehstromzähler bilden somit eine wesentliche Grundlage für die Energiewirtschaft, den Absatz von Strom und die Optimierung von Energieeffizienz in sämtlichen Anwendungsgebieten.

