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| Hersteller | decotric GmbH |
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Dispersionsfarbe ist eine der am häufigsten verwendeten Wandfarben im Innen- und teilweise auch im Außenbereich. Sie zeichnet sich durch ihre Vielseitigkeit, einfache Verarbeitung und dauerhafte Ergebnisse aus. Ob Renovierung, Neubau oder dekorative Gestaltung – wer auf ein hervorragendes Streichergebnis für Innenräume setzen möchte, trifft mit Dispersionsfarben in der Regel die richtige Wahl. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über die wichtigsten Eigenschaften, die verschiedenen Arten von Dispersionsfarben, Einsatzgebiete sowie wertvolle Anwendungstipps. Zudem erhalten Sie fundierte Hinweise zum Kauf und zu den führenden Herstellern. So sind Sie bestens gerüstet, um die optimale Dispersionsfarbe für Ihr Projekt auszuwählen und anzuwenden.
Was ist Dispersionsfarbe? Grundlagen und Definition
Dispersionsfarbe ist eine wasserbasierte Farbe, die als fein verteilte Suspension (Dispersion) aus Bindemittel, Farbpigmenten und Füllstoffen besteht. Das Bindemittel hält die Pigmente zusammen und sorgt für die Haftung am Untergrund. Der Begriff „Dispersion“ beschreibt dabei den Zustand, bei dem feste oder flüssige Partikel in einem flüssigen Medium (hier Wasser) fein verteilt sind.
Im praktischen Gebrauch bedeutet das: Beim Anstrich mit Dispersionsfarbe verdunstet das Wasser und zurück bleibt ein Farbanstrich, der sowohl optisch ansprechend als auch mechanisch dauerhaft ist. Dispersionsfarben sind daher ideal für die dekorative Wandgestaltung, da sie mit ihren vielfältigen Technologien sowohl matte als auch glänzende Oberflächen erzeugen können.
Funktionsweise der Dispersionsfarbe
Beim Auftragen wird die flüssige Farbe mit Pinsel, Rolle oder Sprühgerät auf den Untergrund aufgebracht. Während des Trocknungsprozesses verdunstet das Wasser, und die Kunststoffbindemittel vernetzen sich und bilden einen festen Film. Im Gegensatz zu mineralischen Farben, die mit dem Untergrund verkieseln oder chemisch reagieren, basiert Dispersionsfarbe meist auf Kunstharzpolymeren, die eine elastische, widerstandsfähige Beschichtung erzeugen.
Diese Eigenschaft macht Dispersionsfarbe besonders für Räume geeignet, in denen eine strapazierfähige und gut zu reinigende Oberfläche gewünscht wird. Moderne Rezepturen verringern zudem gesundheitliche Risiken durch Lösungsmittel oder Schadstoffe.
Die verschiedenen Arten von Dispersionsfarben – Überblick und Unterschiede
Dispersionsfarben sind längst nicht einheitlich. Es gibt verschiedene Typen, die sich in Zusammensetzung, Anwendung und Umweltverträglichkeit unterscheiden:
Kunstharzdispersionsfarbe
Diese Variante wird am häufigsten verwendet. Sie basiert auf synthetischen Bindemitteln (Kunstharzen) und enthält Wasser, Pigmente, Füllstoffe sowie diverse Zusatzstoffe. Spezielle Latexfarben sind eine Unterkategorie mit besonders hohem Kunstharzanteil und bieten eine sehr robuste, wasserabweisende Oberfläche. Sie sind sowohl innen als auch außen einsetzbar, aber meist für den Innenbereich optimiert.
Die Vorteile der Kunstharzdispersionsfarbe liegen in der schnellen Trocknung, guten Deckkraft und einfacher Verarbeitung. Aufgrund der synthetischen Bindemittel gelten sie auch als relativ umweltfreundlich, da sie im Vergleich zu lösemittelbasierten Farben geringe VOC-Werte (flüchtige organische Verbindungen) aufweisen.
Silikat-Dispersionsfarbe
Silikatfarben zeichnen sich durch eine mineralische Grundsubstanz aus: Kaliumsilikat als Bindemittel verbindet sich durch Verkieselung mit mineralischen Untergründen wie Kalk- oder Zementputz. Dadurch entsteht ein sehr langlebiger, diffusionsoffener Anstrich, der die Wand „atmen“ lässt und Schimmelbildung vorbeugt.
Allerdings ist Silikatfarbe nicht für alle Untergründe geeignet, besonders nicht für Gipskartonplatten oder klassische Kunstharzdispersionsfarben. Bei der Verarbeitung sind außerdem Schutzmaßnahmen für Haut und Augen zu beachten, da die Farbe alkalisch reagiert.
Naturdispersionsfarbe
Naturdispersionsfarben verwenden natürliche Inhaltsstoffe wie pflanzliche Öle (Leinöl, Sonnenblumenöl) und mineralische Pigmente. Sie sind besonders ökologisch und für Allergiker geeignet, da sie meist frei von synthetischen Chemikalien sind. Ihr Einsatz entspricht in etwa dem von Kunstharzdispersionsfarben, jedoch sind sie oft etwas weniger strapazierfähig und vergilben mit der Zeit.
Die natürliche Zusammensetzung bietet ein gutes Raumklima, da die Farben diffusionsoffen sind und Feuchtigkeit regulieren können.
Einsatzbereiche und Untergrundverträglichkeit von Dispersionsfarbe
Dispersionsfarben werden primär für Wände und Decken verwendet, sind aber auch als Fassadenfarbe und sogar als Bodenanstrich erhältlich. Bei der Auswahl der geeigneten Dispersionsfarbe kommt es entscheidend auf den Untergrund an:
Für Innenräume sind Kunstharzdispersionsfarben ideal, da sie auf mineralischen Putzen, Gipskarton, Beton und alten, tragfähigen Anstrichen sehr gut haften. Für den Außenbereich sind spezielle Fassadenfarben auf Kunstharzbasis mit höherer Witterungsbeständigkeit erhältlich.
Silikatfarben eignen sich ausschließlich für mineralische Untergründe wie Kalkputz, Beton oder Kalksandstein. Sie können nicht auf altanstrichen oder Holz angewendet werden.
Naturdispersionsfarben sind vergleichbar einsetzbar wie Kunstharzfarben, bevorzugen aber ebenfalls saubere, unbehandelte mineralische Untergründe.
Wichtig ist, Dispersionsfarben nicht bei Temperaturen unter fünf Grad Celsius zu verarbeiten, um eine optimale Trocknung und Haftung zu gewährleisten.
Qualitätsmerkmale einer guten Dispersionsfarbe
Beim Kauf von Dispersionsfarbe sollten Sie auf mehrere Qualitätskriterien achten, die Einfluss auf das Ergebnis und die Langlebigkeit haben:
Eine hohe Deckkraft ist wichtig, um mehrere Anstriche zu vermeiden. Je besser die Deckkraft, desto schneller ist das Ergebnis sichtbar.
Niedriger Nass- und Trockenabrieb garantiert eine lange Haltbarkeit und strapazierfähige Oberfläche.
Diffusionsoffenheit sorgt dafür, dass Feuchtigkeit aus der Wand entweichen kann und beugt Schimmelbildung vor.
Die Oberflächenoptik variiert je nach Glanzgrad. Matte Farben verstecken kleine Unebenheiten, während seidenglänzende oder glänzende Farben besser zu reinigen sind.
Ökologische Aspekte wie schadstoffarme Rezeptur, frei von Konservierungsmitteln und VOC-arme Formeln schenken Raumluftverbesserung und Umweltfreundlichkeit.
Der richtige pH-Wert kann zusätzlich gegen Schimmel und Algenbefall helfen, z. B. bei kalkhaltigen Farben.
Vor- und Nachteile von Dispersionsfarben im Überblick
Dispersionsfarben bieten viele Vorteile: Sie sind leicht zu verarbeiten, bieten eine hohe Deckkraft bei vergleichsweise geringem Farbverbrauch und überzeugen durch ihre Vielseitigkeit im Innen- und Außenbereich. Zudem sind moderne Rezepturen umweltfreundlich und gesundheitlich unbedenklich.
Allerdings gibt es auch Nachteile. Dispersionsfarben sind schwer wieder zu entfernen, da die Farben filmbildend sind. Zudem können Staubränder durch statische Aufladung entstehen. Einige Varianten sind zudem anfällig für Algen- und Pilzbefall, sofern sie nicht mit speziellen Zusätzen versehen sind.
Silikatfarben punkten durch extreme Langlebigkeit und hohe Diffusionsoffenheit, sind aber in der Verarbeitung anspruchsvoller und nicht auf jedem Untergrund einsetzbar.
Naturdispersionsfarben bieten ökologische Vorteile, sind aber nicht so robust und langlebig wie Kunstharzfarben.
Worauf ist beim Kauf von Dispersionsfarbe zu achten?
Für die optimale Kaufentscheidung sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:
Der Nassabrieb und die Deckkraftklasse gemäß DIN EN 13300 zeigen die Qualität an. Klasse 1 steht für höchste Deckkraft und Abriebfestigkeit.
Waschbeständigkeit wird oft beworben, ist jedoch ohne Norm-Angabe schwierig zu beurteilen. Deshalb auf die Angabe der Norm achten.
Preise variieren stark. Hochwertige Dispersionsfarben liegen meist zwischen 0,55 € und 0,85 € pro Quadratmeter (Farbe und Verbrauch gerechnet).
Das Haltbarkeitsdatum und die richtige Lagerung sind essenziell. Nach Öffnung sollte die Farbe innerhalb kurzer Zeit genutzt werden, ansonsten kann Schimmelbildung auftreten.
Umwelt- und Gesundheitsaspekte spielen eine immer größere Rolle. Farben ohne Konservierungsmittel oder mit Naturbasis sind hier Favoriten.
Besondere Eigenschaften wie Allergikerfreundlichkeit, Geruchsarmut oder spezieller Schutz gegen Schimmel ergänzen das Profil.
Aktuelle Innovationen und Trends bei Dispersionsfarben
Neu sind verbindliche Angaben zum Farbverbrauch, die dem Verbraucher eine realistische Planung ermöglichen. Darüber hinaus legt die Industrie großen Wert auf emissionsarme und biozertifizierte Farben.
Zunehmend finden sich Dispersionsfarben mit integrierten Schimmelhemmern, antibakteriellen Zusätzen oder besonders widerstandsfähigen Oberflächen, etwa für stark beanspruchte öffentliche Gebäude oder stark frequentierte Räume.
Technologien mit verbesserten Reinigungseigenschaften machen die Farben auch für stark beanspruchte Räume attraktiv. Darüber hinaus werden immer mehr umweltfreundliche Rezepturen mit natürlichen Rohstoffen entwickelt, ohne dabei auf eine gute Haltbarkeit zu verzichten.
Führende Hersteller von Dispersionsfarbe im Überblick
Viele renommierte Hersteller bieten Dispersionsfarben an. Im deutschsprachigen Raum dominieren Unternehmen wie Alpina, Brillux, Caparol, Keimfarben und Auro mit umfangreichen Produktlinien.
Alpinaweiß ist als Klassiker seit über 100 Jahren eine der meistverkauften Innenwandfarben Europas.
Brillux punktet als Vollsortimenter mit innovativen Produkten und einer flächendeckenden Händlerstruktur.
Caparol bietet zahlreiche Farbnuancen und Speziallösungen für Innen- und Außenbereich.
Keimfarben ist Marktführer bei mineralischen Farben und macht innovative Silikatfarben mit höchster Beständigkeit.
BASF, Akzo Nobel und Hempel sind internationale Player mit breitem Sortiment.
Die Wahl eines bewährten Herstellers garantiert stabile Qualität, Produktsicherheit und guten Kundenservice.
Fachhandel versus Onlinekauf – Vor- und Nachteile beim Erwerb von Dispersionsfarbe
Farbe online zu kaufen ist oft günstiger und bietet eine riesige Auswahl. Allerdings ist die Farbmischung vor Ort im Fachhandel oft genauer und kann an Musterwänden getestet werden.
Der Fachhandel erlaubt eine persönliche Beratung, die gerade bei speziellen Untergründen oder Anforderungen sehr wertvoll ist.
Wer Farbe im Fachhandel anmischen lässt, bekommt exakt den gewünschten Farbton – ein Vorteil bei komplexen Farbprojekten.
Für kleinere Renovierungen oder Standardfarben ist der Onlinekauf allerdings ebenso gut geeignet.
Tipps und Ratgeber für die optimale Anwendung von Dispersionsfarbe
Vor dem Anstrich sollte der Untergrund sauber, trocken und tragfähig sein. Alte Tapeten, lose Farbe oder Verschmutzungen sind zu entfernen.
Bei porösen oder stark saugenden Untergründen hilft eine Grundierung, um Farbverbrauch und Haftung zu optimieren.
Dispersionsfarbe wird am besten mit Rolle oder Bürste aufgetragen. Für große Flächen eignen sich auch Spritzgeräte.
Damit die Farbe gleichmäßig deckt, sind meist zwei Anstriche empfehlenswert. Zwischenschliff optimiert die Oberfläche bei Bedarf.
Bei Silikatfarben unbedingt Schutzkleidung und Handschuhe tragen, um Hautreizungen zu vermeiden.
Eine angemessene Raumtemperatur (über 10 °C) und gute Durchlüftung fördern die Trocknung.
Werkzeuge sollten nach Gebrauch mit Wasser gereinigt werden.
Alternativen zur Dispersionsfarbe – Mineralfarben, Kalk- und Lehmfarben
Wer eine besonders natürliche oder historische Optik wünscht, findet mit Kalk- und Lehmfarben eine gute Alternative.
Kalkfarben sind alkalisch, diffusionsoffen und schimmelhemmend, benötigen allerdings längere Trocknungszeiten und haben eingeschränkte Farbpalette.
Lehmfarben regulieren ideal die Raumfeuchtigkeit und bringen eine warme, matte Oberfläche, sind aber im Abrieb weniger belastbar.
Mineralfarben wie Silikatfarben sind extrem langlebig, aber in der Verarbeitung anspruchsvoller.
Dispersionsfarben bleiben die Allrounder aufgrund ihrer einfachen Handhabung, deckungsstarken Eigenschaften und großen Farbvielfalt.
Fazit: Dispersionsfarbe richtig wählen und optimal anwenden
Dispersionsfarben sind vielseitige, leistungsstarke Produkte für die meisten Anwendungen in Innenräumen und auf ausgewählten Außenflächen. Ihre einfache Verarbeitung, die gute Deckkraft und vielfältige Farbwahl machen sie zum Favoriten für Heimwerker und Profis.
Die Auswahl der richtigen Dispersionsfarbe hängt maßgeblich vom Untergrund, dem gewünschten Effekt und ökologischen Aspekten ab. Hochwertige Farben zeichnen sich durch ihre Abriebfestigkeit, diffusionsoffene Eigenschaften und Umweltverträglichkeit aus.
Beachten Sie Hinweise zum richtigen Untergrund, zur optimalen Verarbeitung und wählen Sie eine bewährte Marke – so gelingt ein dauerhaft schöner Farbanstrich, an dem Sie lange Freude haben.
Mit dem richtigen Wissen und den passenden Produkten steht Ihrem perfekten Wandanstrich nichts mehr im Weg. Nutzen Sie diesen Leitfaden, um die beste Dispersionsfarbe für Ihre individuellen Ansprüche zu finden und fachgerecht anzuwenden.

